Das 4. Festival de Colores – Afrikanische Tage ist Geschichte. Mit der Diashow des Jenensers Heinrich Geuther, der die Besucher auf eine Reise ins Reich der Nebelberge nach Ruanda und Uganda mitnahm, fand das Festival seinen würdigen Abschluss. Mit einem Programm, das thematisch und hinsichtlich der gewählten Zugänge und künstlerisch-kulturellen Genres weiter an Vielfalt und Profil gewonnen hat, ist es uns gelungen, den afrikanischen Kontinent fernab klischeebehafteter Bilder in das Bewusstsein von Studierenden, Kindern, Schülern und “Normalbürgern” zu rufen. Durch die Organisation einer Lesereise des ghanaischen Kinderbuchautors Patrick Addai in und um Jena, afrikabezogenen Projektstunden an Jenaer Schulen und dem Erlebnisparcours “Afrika mit allen Sinnen” haben wir Kindern der Stadt das Leben ihrer afrikanischen Altersgefährten nahegebracht. Die 1. Thüringer Tagung zur Investitionsförderung in Afrika rückte Europas südlichen Nachbarn als “Kontinent der Chancen” ins Blickfeld Thüringer Unternehmer. Unter dem Motto “Flucht aus Afrika – Paradies Europa?” haben wir uns in Lesungen und Vorträgen dem brisanten Thema der wachsenden weltweiten Flüchtlingsbewegungen gestellt. Zehn Tage lang haben wir uns von der Vielfalt afrikanischer Musik und Kultur(en) einfangen lassen, Höhepunkt reihte sich an Höhepunkt: das Eröffnungskonzert mit Balla Kanté aus Guinea, das Weltmusikkonzert von Adjiri Odametey aus Ghana in der Stadtkirche, die Lesung des preisgekrönten kamerunischen Autors Partice Nganang in der Universitätsbuchhandlung. Für preiswürdig erachtet wurden auch wir selbst: Das Festival de Colores siegt am 4. Juni knapp aber verdient beim Wettbewerb “Miteinander studieren in Thüringen”.

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